Gott sei dank: Männer sterben doch nicht aus!

Quelle: www.spiegel.de

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Puh! Aufatmen ist angesagt, zumindest für den Großteil der menschlichen Bevölkerung. Wie Spiegel Online berichtet geben jetzt amerikanische Forscher in London (sic!) Entwarnung, die Männer werden wohl doch nicht austerben. Jetzt muss Alice Schwarzer die Planung ihres Lebensabends wohl doch noch einmal umwerfen und ich habe direkt meine Lebensversicherung gekündigt.

Aber wenn ich ganz ehrlich bin, hatte ich sowieso nie Bedenken, dass die Männer eines Tages den Frauen den Erdenball überlassen würden. Ich will jetzt auch gar nicht mit den üblichen Klischees anfangen, vonwegen dass die Sache spätestens dann vor die Hunde gehen würde wenn die ersten Waschmaschinen in den Keller getragen oder die Autos getankt werden müssten. Das ist wirklich Quatsch. Ich selbst habe sogar schon einmal eine Frau tanken sehen! Ausserdem würde sich eine rein weibliche Bevölkerung einfach andere, unpragmatischere Fortbewegungsmittel als komplizierte Autos einfallen lassen. Es wäre dann eben eine Welt voller Amazonen auf Pferderücken. Oder es gäbe riesige Fließbänder, angetrieben von Pferden in großen Laufrädern. Ist auch besser für die Umwelt. Man würde sich dann auch nurnoch vegetarisch ernähren, denn Schlachten ist erstens eklig und zweitens nicht schön für die Tiere. Wie ihr seht wäre eine reine Frauenbevölkerung entgegen landläufiger Meinungen durchaus denkbar und sehr wohl möglich – gäbe es da nicht einen entscheidenden Faktor den selbst alle bisher aufgestellten wissenschaftlichen Studien großzügig ignoriert haben.

Es gibt ein Aufgabengebiet, das ist so speziell dass nicht einmal der Großteil der lebenden Männer dafür in Frage kommen würde. Diese Position eines Mannes innerhalb der nichtmännlichen Gesellschaft von der ich rede, ist ein weit unterschätzter, jedoch absolut notwendiger Part um das labile Gefüge weiblicher Cliquenbildung nicht zum Einsturz zu bringen: der schwule beste Freund. Jede Frau braucht ihn, nur wenige bekommen ihn. Wo er fehlt herrschen Terror, Missgunst und verfrühte Menopausen. Der schwule beste Freund einer Frau stützt ihr Selbstbewusstsein, gibt ihr das Gefühl begehrt und interessant zu sein – jedoch nicht als Sexobjekt (denn keine Frau will ein Sexobjekt sein – ausser Micaela Schäfer vielleicht) sondern für all Ihre anderen Softskills geschätzt zu werden. Von hetero Männern bekommen Frauen im Regelfall allerhöchstens Komplimente für ihren Vorbau oder Hintern (im Idealfall beides), manchmal vielleicht noch für die Kochkünste, aber wenn ihr einen Mann zu einer Frau sagen hört “Jutta, mit dir macht es einfach Spaß bei einer Flasche Weißwein (möglichst feinherb oder halbtrocken) Sissy zu schauen und über Models im H&M Katalog zu lästern”, dann ist das garantiert ihr schwuler bester Freund.
Doch am wichtigsten ist, dass eine Frau sich immer sicher sein kann, dass ihre neusten Intrigen und Lästereien gegen die Konkurrentinnen im eigenen Gefüge bei ihm sicher aufgehoben sind. Warum sollte eine Frau ihre intriganten Pläne überhaupt jemandem erzählen? Das, liebe Leser, kann ich euch leider nicht beantworten und weiß wahrscheinlich selbst die liebe Gott nicht. Es ist einfach so. Ich nenne dieses Phänomen den “naturgegebenen, weiblichen Laberdruck”. Ich glaube das ist die gleiche Fehlfunktion weshalb Superschurken den Held niemals sofort erschießen, sondern immer zuerst stundenlange Monologe über die Genialität ihres teuflischen Planes halten müssen, was dem Protagonisten dann natürlich immer Gelegenheit zur Flucht und so später auch zum finalen Todesschlag verschafft. Und eben dieser Todesschlag würde die Frau auch ereilen, würde sie mit ihren Lästereien aus purem naturgegebenen, weiblichen Laberdruck an die falsche geraten. Und hiermit ist auch eindeutig widerlegt, dass eine rein weibliche Gesellschäft jemals in irgendeiner Form überlebensfähig wäre. Nach nur wenigen Wochen würde die Erde aussehen wie Sodom und Gomorrha an ihren schlimmsten Tagen und alle Frauen hätten sich so heftig zerstritten, dass an Fortpflanzung überhaupt nicht mehr zu denken wäre.

Aber auch wir hetero Männer sollten die schwulen besten Freunde unserer Frauen nicht verachten! Immerhin nehmen Sie uns die ganzen unangenehmen Arbeiten ab. Sie lassen sich die neusten Zickereien mit der “Neuen” im Büro aufs Ohr drücken, erörtern an unserer statt die neusten Artikel in der inTouch (oder der BUNTEN, je nach Alter) und reminiszieren mit unseren Frauen alte tschechische Märchenfilme die eigentlich keine Sau gesehen hat und sich schon garnicht daran erinnern kann. Dadurch gewinnen wir wertvolle Lebenszeit die wir unsererseits in die wirklich wichtigen Dinge des Lebens investieren können: Männerfilme gucken (Action, Horror und schwedische Western), Biertrinken und Chipsessen (jawohl! Bei mir sind das zwei Nomen!), den ganzen Tag nur in Boxershorts durch die Wohnung laufen, Spielen (egal was, ob Fußball, Xbox oder Lego – nur Frauen werden wirklich erwachsen!), auf dem Klo lesen bis die Beine taub sind und Fußnägel schneiden auf der Couch.
Wer also ein echter Mann ist, der schenkt seiner Frau zum Jahrestag Rosen (Rosen aus Kunststoff sind auch OK, solange man sie selbst geschossen hat), und ihrem schwulen besten Freund eine Flasche Prosecco.

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Wenn es schon Zeitmaschinen gäbe, wäre der Satz “Gestern werde ich den ganzen Tag schlafen” legitim.

Armes Aschaffenburg

Quelle: Prima Sonntag Gratiszeitung Aschaffenburg

Quelle: Prima Sonntag Gratiszeitung Aschaffenburg

Versteht mich nicht falsch, Aschaffenburg ist ein schönes Städtchen. Nicht zu groß, nicht zu klein, angenehmes Klima, extrem hohe Kneipendichte, multikulturell und mit hohem Bildungsniveau. Immer wieder belegt Aschaffenburg  einen der vordersten Plätze im Ranking der zufriedensten Bürger oder den schönsten Wohngegenden Deutschlands. Das dumme daran ist: das weiß nur keine Sau.

Denn was Aschaffenburg nicht kann ist eines: Marketing. Und wenn es über Aschaffenburg mal Schlagzeilen gibt, dann sicherlich nichts rühmliches. So wie in dieser Woche. Da musste man lesen, dass das Ordnungsamt Aschaffenburg endlich wieder die Cowboystiefel angezogen und sich auf die Fahnen geschrieben hat der Pestilenz dieser Generation entgegenzutreten: der Verwahrlosung unserer Jugend! Und als erste Maßnahme hat man direkt mal “Nacktmodell”, “Nackt-DJane” und “Nacktbeiprosiebenichzeigmichüberall” Micaela Schäfer Auftrittsverbot, bzw. ein Minikleidchen erteilt. Wunderbar. Hiermit kämpft auch Aschaffenburg mal wieder erfolgreich gegen den Ruf an, doch nicht so rückständig und konservativ zu sein wie der Rest Bayerns, immerhin leben wir direkt am Rande zu Hessen und Baden-Würtemberg, da hat man doch gehofft das etwas der lockeren und liberalen Lebensart der Nachbarn abgefärbt hat. Soviel Scheinheiligkeit treibt mir echt die Galle in den Hals. Da der Einlass zur besagten “Party” (= 81 Besucher) nur für Volljährige gestattet war (um das „seelische und geistige Wohl von Minderjährigen“ nicht zu gefährden), habe ich mal am nächsten Tag am örtlichen Jugendtreff bei den 14 – 17 Jährigen herumgefragt, wie sie sich denn jetzt am Vorabend anderweitig die Zeit vertrieben haben, da sie ja nicht zu Micaela durften. Hier die häufigsten Antworten:

  • “Ich war so besoffen, mich hätten sie sowieso nicht reingelassen”
  • “Habe mein letztes Taschengeld auf mydirtyhobby investiert”
  • “Habe meiner Mutter jetzt endlich mal Two Girls – One Cup gezeigt”
  • “Hatte sowieso keine Zeit, war mit meiner Freundin bei der Abtreibung”
  • “Halt’s Maul und geh’ weiddäh sonst mach isch dir Messer!”

Ja, richtig, diese Generation sollte man auf jeden Fall vor den unsymmetrischen Silikontitten einer Selbstdarstellerin schützen und dies dann auch noch groß in die Schlagzeilen hieven. Aber dafür dann scheinheilig einem solch fragwürdigen Schmierlappen wie Jörg Kachelmann ein neues Zuhause für seine Wetteransagen geben. Sehr Konsequent.

Versteht mich nicht falsch, ich bin beileibe kein Micaela Fan und ich bin auch heilfroh dass beim Dschungelcamp der Sänger von Scooter gewonnen hat. Mich regt vor allem auf, wie Micaela meint durch dümmliches Zurschaustellen ihrer gemachten Titten mich als kochende Testosteronfabrik irgendwie anmachen zu können, denn ganz so simpel funktioniere selbst ich nicht. Es ist fast schon beleidigend für wie tumb Micaela ihre männlichen “Fans” hält. Auf naives Dummchen mit Hang zum Nudismus zu machen ist ja nicht verkehrt, aber hier geht leider das Gesamtkonzept einfach nicht auf. Wer das Dschungelcamp aufmerksam verfolgt hat, dem sind wohl einige Ungereimtheiten aufgefallen, die einfach nicht zusammenpassen wollen. Warum zieht Micaela lasziv ihr Oberteil und Höschen aus um danach alles wieder schamvoll zu verdecken als wäre sie eine Klosterschülerin der ihre Kleidung durch unglückliche Umstände abhanden gekommen ist? Einem echten Nudisten wäre das wohl egal gewesen. Hätte doch RTL sehen sollen, wie sie um die Ritze herumfilmen, eine echte Naturfreundin hielte ohne schlechtes Gewissen die Fähnchen in den Wind. Die Scham wirkt hier aufgesetzt und nicht durchdacht. Auch lenkt das Nacktmodell gerne mal rhetorisch höchst ungeschickt in Richtung schlüpfriger Themen “Ich habe ja gerne dreckigen Sex” (zusammenhanglos eingeworfen in eine Diskussion anderer Campbewohner) um ein gewisses Image aufzubauen, welches sie dann ein paar Tage später wieder vollkommen demontiert in dem sie behauptet nur vier Sexpartner gehabt zu haben. Auch die Behauptung sie wisse nicht, ob sie noch Gefühl in ihren Nippeln hat macht mir nicht gerade ein Zelt in der Hose. Wenn man sich schon selbst, bzw. seine Kunstfigur über die Lenden der männlichen Fans verkaufen will, dann sollte man das bitte schon etwas vollkommener aufziehen. Gerne darf sie sich hier noch etwas bei Verona Feldbusch (Poooooth) und der Katzenberger abschauen, die sind zwar genauso nervig, haben (bzw. hatten) aber wenigstens ihr Pseudoimage im Griff.

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Eigentlich wollte ich jetzt hier etwas über Antriebslosigkeit schreiben, aber ich hab’ grad keinen Bock.

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Mein böses Tagebuch – Classic

Die alte “Mein böses Tagebuch” Webseite ist weihterhin über den Link am Ende der Seite erreichbar.

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